Rabu, 11 Januari 2012

"Die Sonne beginnt unterzugehen, und du verlässt die Stadt, du verlässt sie schnell, denkt er in seinem Traum. Das tust du. Und wenn du noch einen letzten Gedanken erübrigst, so gilt er vielleicht Gespenstern...den Gespenstern von Kindern, die bei Sonnenuntergang im Wasser standen, einen Kreis bildeten, sich an den Händen hielten und junge Gesichter hatten, jung und kraftvoll...jedenfalls kraftvoll genug, um jene Menschen zu gebären, die sie einmal werden, kraftvoll genug, um zu begreifen, dass die Menschen, die sie einmal werden, umgekehrt unbedingt die Menschen gebären müssen, die sie einst waren, bevor sie bei dem Versuch, die Sterblichkeit zu begreifen, irgendwelche Fortschritte erreichen können. Der Kreis muss sich schließen, weiter nichts.

Du brauchst nicht zurückzublicken, um diese Kinder zu sehen; ein Teil von dir, ein Teil deines Geistes, wird sie immer sehen, wird immer mit ihnen leben, wird sie immer lieben. Sie sind nicht zwangsläufig der beste Teil deiner selbst, aber sie waren einst die Vorratskammer für alles, was aus dir werden konnte"

(letztes Kapitel aus Stephen Kings "Es")

Fertig. Tolles Buch (An dieser Stelle ein "Danke!" an Monsieur Fantasque für die Empfehlung). Habe allerdings die ein oder andere Psychose entwickelt...

Sabtu, 07 Januari 2012

Es ist also wieder so weit: die Semesterferien neigen sich rasant dem Ende zu, Referate, Prüfungen und Hausarbeiten rücken in greifbare, bedrohliche Nähe und so werden all die fabelhaften Geschenke notdürftig in dem viel zu kleinen Koffer verstaut, die Liebsten noch einmal gedrückt und schweren Herzens die fünfstündige Zugfahrt gen Studienstadt in Angriff genommen. An dieser Stelle muss ich gestehen: Ich bin nicht so der Zug-typ. Also, ich fahre häufig Zug, aber nur notgedrungen (armer Student). Irgendwie riecht es in Zügen IMMER seltsam, mein Hinterteil tut schon nach kurzer Zeit fürchterlich weh und ich versuche den Rest der Fahrt eine Sitzposition zu finden, bei der ich nicht das Gefühl habe, den Zug als Invalide verlassen zu müssen. Zudem suche ich mir mit unbeirrbarer, 100%iger Sicherheit das Abteil aus, in dem eine Station später eine Gruppe grölender Fußballfans Platz nimmt. Das einzige, was eine Zugfahrt da aufwertet, ist ein reich gefülltes Lunchpaket und eine gute Lektüre.
Womit wir schon das Dilemma hätten:
Denn jedes Mal aufs Neue stehe ich da, vor dem Zeitschriften-Regal, und führe die immergleiche, unendliche innere Diskussion: Spiegel oder Glamour/Joy/...? Auf meiner linken Schulter hüpft ein geflügeltes Etwas hyperaktiv auf und ab, erzählt etwas von politischer Weiterbildung, Erwachsen-Werden, Fahrzeit-ausfüllendem Lesestoff und anspruchsvollem, investigativem Journalismus, während mir sein böse Pendant Versprechungen von seichtem Berieseln-lassen, bunten Bildern, Liebestests, Promiklatsch und erschwinglichen Preisen ins rechte Ohr raunt. Der Ausgang dieses inneren Kampfes ist jedes Mal ungewiss. Manchmal verleitet mich die böse Seite der Macht dazu, mir seitenweise Diskurse à la "kirschroter-oder-doch-lieber-orangeroter-Lippenstift" anzutun (Hallo? der, der nach Kaugummi schmeckt, ist doch klar?!) und manchmal kann ich guten Gewissens nach 5-stündiger Lektüre aus dem Zug steigen,mir auf die Schultern klopfen und mich dafür beglückwünschen, was für ein belesener, mündiger Bürger ich doch bin.

Aber heute dann, die Erkenntnis. Gerade hatte mich die Verheißung "57 Gründe sich aufs Neue zu freuen" wieder einmal dazu bewogen journalistische Abgründe zu erkunden, als ich auf die Seite mit den Leserbriefen gelangte und mir auf einen Schlag klar wurde:
Ich kannte jeden Artikel, zu denen diese Leser dort Stellung nahmen! Ein zweiter Blick - konnte das wirklich sein? Aber da half kein Leugnen, kein Wegschauen. Oh ja, ich wusste genau, welchen Artikel der Beauty-Praktikantin eine Leserin da über alle Töne lobte. Ich kannte jene Zeilen, die von sich selbst behaupteten "mit allen Make-up-Vorurteilen aufzuräumen".

Von daher, und nach diesem Schock, dieser Schmach, dieser niederschmetternden Offenbarung gelobe ich feierlich auf den nächsten 20 10 Zugfahrten kein Lifestyle-Magazin auch nur mit einer Fingerspitze zu berühren, geschweige denn darin zu lesen, oder sie mir, Gott bewahre, etwa zu kaufen. Nur noch ehrlicher, kritischer, politischer Journalismus - versprochen!

Kamis, 05 Januari 2012

Heute, fast noch rechtzeitig, ist auch das letzte Weihnachtsgeschenk endlich fertig geworden: ein Portrait des slowenischen Kulturtheoretikers Slavoj Žižek, für die "Sammlung" meines Freundes (..chrm, oder das, was mal eine werden will).


Minggu, 01 Januari 2012

Frohes neues Jahr Zusammen!

Und gleich zu Beginn dieses grandiosen Jahres, ein Jubiläum: Mein 100. Post - welch ein Zufall. (Die Rechnung geht zwar nur auf, da ein paar mittlerweile gelöschte Posts in meiner Bilanz dazuzählen, aber sogesehen...) Zu diesem Anlass ein paar dokumentarische Bilder eines ruhigen, schönen Silvesterabends.
Besonders lobend erwähnen möchte ich an dieser Stelle eine kulinarische Erfindung meiner Schwester, die sich extra für mich eine vegetarische Leckerei ausgedacht hat: kleine Bällchen aus einer Masse aus Kartoffelpüree, Gemüse, Mehl, Ei und noch einigem anderen, die dann paniert und frittiert wurden. Die waren der Oberknüller. Wir haben sie, da mir zu Ehren erfunden (Danke Lara :) ) auf den kreativen Namen "V-balls" getauft. Ich verbitte mir jegliche Kritik.


Wir hatten viel Essen..mega-extrem-viel Essen. Und ich hab so ziemlich alles probiert, außer die fleischhaltigen Geschichten. Und ich kann mir nicht helfen, aber nach wie vor ist und bleibt mein Favourit (abgesehen von den V-balls natürlich) der schnöde, öde, superleckere Tomaten-Mozzarella Spieß.


Silvester ohne Spiele, das funktioniert bei uns so gar nicht, und da haben wir gestern ein cooles, neues ausprobiert: "Nobody is perfect", das ich echt sehr empfehlen kann. (Vielleicht auch, weil ich gewonnen hab, kleine, Ego-streichelnde Zusatzinfo am Rande..chrm :D)


Zwischendurch mussten wir dann die armen Vierbeiner mit Katzenleckerli (nennt man das so?) beruhigen, denen die ganze Knallerei so gar nicht gefiel. Den armen Findus konnte ich zunächst partout nicht unter dem Schuhschrank hervorlocken.


Und dann zuletzt: Ein Feuerwerk - aus Wunderkerzen. Feuerwerk hat einfach keine Tradition in unserer Familie - zu gefährlich, zu teuer, zu laut. Stattdessen verlegen wir uns schon seit Jahren auf die Miniaturausgabe in Form von Wunderkerzen und schnorren die bunten Lichter am Himmel von unseren holländischen Nachbarn, die völlig verrückt nach Feuerwerk sind und jedes Jahr Raketen im Wert einer ausgiebigen Kreuzfahrt verpulvern.


Also, nun zu dir, 2012: Ich hoffe du bringst mindestens genauso viele Stunden der Freude und des Glücks, wie das letzte Jahr und hast ein bisschen Mitleid was die Uniarbeit (Aaargh, Bachelorarbeit!!!!) angeht. Dann könnte dies nämlich der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden!

Minggu, 25 Desember 2011

 



  
Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! 

Lacht, singt, esst und trinkt, erfreut euch eurer Liebsten und eurer Geschenke!



Sabtu, 24 Desember 2011

Heute ist Heiligabend, endlich! Und weil das aber genaugenommen erst heute Abend ist, und Weihnachten sogar erst moregn (deswegen an dieser Stelle auch keine Weihnachtsgrüße ;) ) darf ich ruhig noch ein bisschen von meinem Tag erzählen, ohne auf das Fest der Liebe Bezug zu nehmen. Heute durfte ich wieder mal die Freuden der schwesterlichen Beackkünste erfahren, als es zum Frühstück dieses frische, selbstgebackene Brot gab. Es gibt nichts besseres, nichts leckereres, als wirklich gutes, duftendes, knusprig-weiches, selbstgemachtes Brot!!

Kamis, 22 Desember 2011

Es scheint, als tauchten zur Zeit allerlei Relikte aus meinen Kindertagen wieder auf -vielleicht eine typische Begleiterscheinung von Weihnachten:
Zu meinem 10. Geburtstag bekam ich ein "Kerzengießset" geschenkt - der Knüller, denn so waren für die nächsten 5 Jahre sämtliche Geschenke an Angehörigen und Freude gebongt, die jedes Jahr aufs Neue zu Weihnachten und Geburtstag eine selbstgemachte Kerze (in allen nur erdenklichen Ausführungen) aufs Auge gedrückt bekamen - perfekt. Als ich jetzt in diesem Jahr noch eine Kleinigkeit für Weihnachten brauchte, kam mir besagtes fabelhaft nützliche Kerzengießset wieder in den Sinn, und so hab ich mal in alten Kisten und Schubladen gewühlt und Vergangenes wiederbelebt.

Ganz ehrlich, ich hatte vergessen wie aufwendig und schwierig die ganze Geschichte sein kann: 
Als erstes wird eine bestimmte Menge Wachs geschmolzen und eingefärbt.


Das Ganze macht man allerdings nicht etwa einmal, sondern genau so häufig, wie man unterschiedliche Farben verwenden will. Eine Sache habe ich dadurch über mich herausgefunden : Mit 7 Töpfen gleichzeitig zu hantieren, übersteigt ganz eindeutig meine motorischen und koordinatorischen Fähigkeiten. Das nächste Mal werden die Kerzen einfarbig!


Das flüssige Wachs wird dann vorsichtig in die schon fertigpräparierten Förmchen gefüllt. Wirklich zeitintensiv wird der ganze Vorgang erst dadurch, dass jede Wachsschicht erstmal 10 Minuten trocknen muss, bevor man eine neue Farbe draufschichten kann.


Und wenn man diesen Vorgang unzählige Male wiederholt hat, brav abwartet, bis alles hart und völlig abgekühlt ist, dann beginnt das Klopfen! Welches Klopfen? Nun, in der Anleitung, gibt es einen winzigen Haken, der mich zu der Annahme verleitet, dass die Macher dieser Wahnsinns-Konstruktion nie selbst auch nur eine einzige Kerze gegossen haben. Denn dort steht geschrieben:

"Wenn die Kerzen erkaltet sind, lassen sie sich leicht aus den Förmchen herauslösen. Sollte dies nicht der Fall sein, klopfen Sie sachte gegen die Außenwände, bis die fertige Kerze sich löst." 

....die fertigen Kerzen haben sich nicht aus den Förmchen gelöst. Kein bisschen. Auch nicht durch leichtes Klopfen. - Oder heftiges Dagegenhämmern. Auch nicht durch ein wahnwitziges Schütteln, mit einem Löffel Malträtieren oder manisches Zerren an dem Docht (der dann abriss). Es hat lange gedauert, bis ich auf des Rätsels Lösung kam: Erst durch einen laaaaangen Aufenthalt bei Nulltemperatur konnten die fertigen Kerzen dazu bewegt werden, ihre Gehäuse zu verlassen. Und so, verschwitzt, und am Ende meiner Kräfte darf ich das fertige Ergebnis stolz präsentieren:



Und so zufrieden ich mit dem Ergebnis auch bin, ich denke es werden weitere 5-10 Jahre vergehen, bis ich mein Kerzengießset ein weiteres Mal aus den Untiefen unseres Dachbodens hervorkrame. Bis dahin kratze ich ersteinmal den festgewordenen Wachs von Fußboden, Wänden, Kleidung, aus den Töpfen, ...